Die richtige Ernährung eines Labradors

Was dürfen Hunde generell fressen – was ist gesund und was eher giftig?
Wir wissen alle: Der Hund benötigt Fleisch! Hochwertiges Fleisch ist seine wichtigste Proteinquelle! Doch nur Fleisch alleine reicht nicht aus. Leicht verdauliche Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien sind genauso wichtig.

Erlaubt sind:
Proteine: Fleisch, Fisch, Lachs, rohes Eigelb + Schale
Kohlenhydrate: gekochte Kartoffeln, gekochte Süßkartoffeln, Reis, Nudeln
Gemüse: Karotten, Zucchini, Spinat, Rote Beete, gekochter Kürbis, gekochter Brokkoli, gekochter Kohlrabi, gelbe und rote Paprika, gekochte Erbsen, gekochter Karfiol
Kräuter: Thymian, Basilikum, Petersilie, Oregano, Rosmarin, Löwenzahnblätter
Obst: Äpfel, Birnen, Bananen, Erdbeeren, Feigen, Aprikosen, Heidelbeeren
Öle: Kokosnussöl, Lachsöl, Schwarzkümmelöl, Hanföl, Kürbiskernöl

Giftig: rohe Kartoffeln, rohe Aubergine, Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Rosinen, Trauben, rohe Hülsenfrüchte, grüner Paprika, rohes Schweinefleisch
Schlecht verdaulich: rohes Kohlgemüse (wirkt blähend), Butter, Tofu

Roter und gelber Paprika ist nur dann nicht erlaubt, wenn er noch frühreif ist. Grüne Stellen haben eine erhöhte Menge an Solanin. Auch unreife Tomaten sollte man nicht dem Hund füttern. Überreif ist vollkommen unbedenklich.

Was ist besser: Trocken oder Nassfutter?

Bei der Ernährung des Labradors scheiden sich die Geister. Einige favorisieren klar das Nassfutter, andere sind Anhänger der Trockenfutterbrocken. Zudem ist die Auswahl in den Tierfachgeschäften einfach überwältigend. Wie soll man sich da nur entscheiden? In erster Linie ist es gut zu wissen, welches Futter ihr Welpe bei dem Züchter bekommen und gut vertragen hat. Man kann dies die ersten Tage weiterführen und langsam das neue Futter untermischen. Ansonsten müssen Sie ausprobieren, was dem Labrador gut bekommt und was er gerne mag. Wofür Sie sich letzten Endes entscheiden, hängt natürlich auch von Ihrem Budget ab.

Bei meinem Labby hat es sehr lange gebraucht bis ich herausgefunden habe, welches Futter sein Magen nicht verträgt und worauf er vor allem Durchfall bekommt. Nicht geeignet für Leo: jegliches Futter mit Huhn oder Pute, fetthaltige Leckerlis und Kauknochen (z.B.: Schweinsohren), getreidehaltige billige Leckereien und häufiger Futterwechsel.

Trockenfutter:
+ Kleinere Tagesrationen
+ Finanziell preiswerter
+ Sehr ausgiebig, stärkeres Sättigungsgefühl
+ Unterstützt die Zahnreinigung
+ Schnelles Füttern
+ Leicht portionierbar (geeignet für unterwegs / auf Reisen)
+ Umweltfreundlicher, weniger Verpackungsmaterial
– Nichts für schmerzende Zähnchen z.B. Senioren
– Liegt schwer im Magen
– Hund muss sehr viel trinken
– Setzt viel Kot ab

Nassfutter:
+ Viel Feuchtigkeit enthalten
+ Geschmacklich oft besser, von vielen Hunden bevorzugt
+ Gut kombinierbar mit Reis, Nudeln, gekochtes Gemüse
+ Liegt nicht schwer im Magen
+ Hund hat nicht ständig Durst
+ Sehr gut für Senioren und Übergewichtige geeignet
+ Setzt wenig Kot ab
– Nicht so ausgiebig wie das Trockenfutter
– Weniger umweltfreundlich, da viel Abfall entsteht
– Finanziell teurer

Nun, Trocken- oder Nassfutter? Das muss jeder für sich selbst entscheiden, natürlich darauf achten, was eurem Hund besser bekommt. Ich persönliches bin ein Fan von beiden Futtervarianten. Wer möchte kann demnach beide Fütterungsarten miteinander kombinieren. Euer Hund wird sich freuen, wenn er ein wenig Abwechslung im Napf hat. Es gibt noch die Alternative, den Vierbeiner zu Barfen.

Übergewicht beim Labrador

Es gibt mehrere Faktoren warum ein Labrador schnell zu Übergewicht neigt. Deshalb ist es bei dieser Rasse besonders wichtig auf seine Ernährung genau zu achten. Schließlich gilt Übergewicht beim Labrador als Hauptursache für spätere Erkrankungen wie Diabetes oder Hüftleiden und sollte daher unbedingt vermieden werden.

  1. Bewegung fördern!
    Bewegung bedeutet Lebensqualität. Körperliche Aktivität ist für das normale Funktionieren des Organismus und für den Erhalt der Leistungsfähigkeit notwendig. Krankheiten und Übergewicht können damit vorgebeugt werden. Deshalb ist es unheimlich wichtig unsere Liebsten in der Bewegung zu fördern. Tipp: Einmal am Tag beim „Gassi gehen“ mit einem Ball oder einer Frisbee Scheibe den Hund etwas auspowern. Weitere Möglichkeiten sind unter anderem Fahrradfahren, Wandern, Bergsteigen, Joggen u.v.m. Je nach dem wofür euer Hund am besten geeignet ist. Ich persönlich mache selbst an langweiligen oder schlechten Tagen, zumindest einen längeren Spaziergang von ca. 30 Minuten mit meinem Hund Leo.
  2. Betteln abgewöhnen!
    Tatsache ist, dass Labradore oft überfüttert werden gerade weil diese Rasse gerne nach Futter bettelt und viele Hundebesitzer nicht standhalten können. Dieses Verhalten kann sehr wohl abgestellt werden. Bei meinem Labby funktioniert das zuhause sehr gut. Sobald mein Essen auf den Tisch kommt, muss Leo auf seinen Platz. Das macht er durch die ständige Routine übrigens schon von ganz allein. Ich habe ihm auch ein „Schau weg!“ beigebracht. Sollte ich einen Snack verzehren und Leo kommt auf mich zu und schnuppert, dann schaue ich ihn böse an und sage mit einer ruhigen aber ernstgemeinten Stimme „Maschier!“, dreht er sich nicht sofort um und verschwindet dann folgt ein „Auf deinen Platz!“. Mein lieber Leo hält sich sehr brav an die Regeln.
  3. Leckerlis nur beim Training verwenden!
    Leckerlis sollten niemals als Nahrungsersatz verstanden werden, da hier zu meist kein hochwertiges Fleisch drin steckt. Sie sollten auch nicht überwiegend und häufig verfüttert werden. Leider sind das die wahren Dickmacher! Genauso wie bei uns Menschen die Schokolade und andere Naschereien unsere Dickmacher sind. Deshalb bekommt mein Labrador ausschließlich nur bei unseren Trainings Leckerlis. Vorteil: Das Betteln wird dadurch auch weniger! 😉 Einmal am Tag ein hartes Brot oder einen mageren Kauknochen bekommt Leo natürlich für seine schönen Beißerchen.
  4. Auswärts nichts erschleichen lassen!
    Lässt doch bitte nicht zu, dass euer Hund vom Boden frisst. Auch hier neigt der Labrador zu Übergewicht. Klar wenn er alles fressen darf, was er draußen findet. Hier geht es auch um den Schutz eures Hundes, wenn man die Giftköder bedenkt.
  5. Ungesunde Leckereien!
    Getreide, Zucker und diverse Zusatzstoffe sollten gemieden werden. Achtet auf natürliche und fleischhaltige Nahrung. Getreide und Zucker kann der Hund nicht gut verwerten und macht auf Dauer krank. Am besten sind selbstgemachte Leckereien. Getrocknetes Fleisch, getrocknetes Gemüse oder getrockneter Fisch.

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